Boule, Boccia und Pétanque Verband Baden-Württemberg e.v.
18.10.2017

DM Jugend 2017 Nachlese

Von: Winne Hess@bbpv-bw.de

Nach vielen Monaten der Vorbereitung und Organisation starteten am Freitag, 15. September 2017, vier Kleinbusse und vier PKWs aus verschiedenen Regionen Baden-Württembergs, um alle angemeldeten Teilnehmer sicher an den DM-Ort zu bringen.

Unser Ziel lag in diesem Jahr in NRW, genauer gesagt in Ratingen-Lintorf im Ruhrgebiet, wo zum zweiten Mal nach 2012 die Jugend-DM ausgetragen wurde.

Wegen der großen Teilnehmerzahl mussten wir in diesem Jahr unsere Delegation auf zwei Unterkünfte verteilen, eine Gruppe war in der Jugendherberge Velbert untergebracht, die etwas größere nächtigte im Landheim Baldeney in Essen-Bredenay.

Nach der langen Anreise stand am Freitagabend ein gemeinsames Abendessen in den Domstuben in Essen-Werden auf dem Programm, bei dem sich alle Jugendlichen und Betreuer zum ersten Mal trafen und auch die Trikots für den nächsten Tag ausgegeben wurden.

Die erste Nacht in einer fremden Unterkunft ist immer etwas Besonderes, aber bis auf ein, zwei kleinere Vorkommnisse durften alle in Ruhe ihrem DM-Einsatz entgegen schlummern. Apropos Ruhe: das Landheim Baldeney lag so versteckt tief im Wald am Rande des Baldeney-Sees, dass Nichts und Niemand unsere Ruhe hätte stören können, wären nicht pünktlich ab sechs Uhr morgens die ersten Flugzeuge im Anflug auf den Düsseldorfer Flughafen im Tiefflug über unsere Schlafstätte gedonnert . . . ! Aber so war es für die Meisten kein Problem, pünktlich um 7.30 Uhr zur Abfahrt nach Ratingen-Lintorf fit zu sein.

Nach 20 Minuten Fahrt trafen wir, fast zeitgleich mit der Gruppe aus der Jugendherberge, am DM-Ort ein und hatten noch genügend Zeit, das Frühstücksangebot der Pétanque-Union Ratingen-Lintorf zu testen und uns für den Wettkampf zu stärken.

Pünktlich um 9 Uhr startete die Jugend-DM, wobei zuerst die Vorrunde im Tireur-und Lege-Wettbewerb auf dem Programm stand. Hier wurde unser LV vertreten von Aaron Bales und Leon Gotha.

Die Triplette-DM begann dann um 10.30 Uhr mit der, auf vier Runden Schweizer System verkürzten, zeitbegrenzten Vorrunde und folgenden BaWü-Teams:

Minimes:

  • BAWÜ 1: Adrian Layer, Leif Nippraschk, Roman Reinert
  • BAWÜ 2: David Lindenlaub, Carmen Claus, Maxime Walz
  • BAWÜ 3: Liliana Deckert, Hannes Gießler, Jasper Waidner

Cadets:

  • BAWÜ 1: Sinan Bülbül, Svenja Bauer, Sarah Caliebe
  • BAWÜ 2: Louis Strifler, Levi Pfeffinger, Mercedes Lehner
  • BAWÜ 3: Stelios Grigoriadis, Helena Reinert, Moritz Bossert
  • BAWÜ 4: Leon Kühlwein, Tobias Greuling, Emanuel Ahmetaj
  • BAWÜ 5: Amelie Zeich, Ronja Stockhaus, Sita Jerabek
  • BAWÜ 6: Leah Koch, Jan Koch, Elias Alexander

Juniors:

  • BAWÜ 1: Aaron Bales, Björn Schwortschik, Laurent Vigneau
  • BAWÜ 2: David Rosa, Johanna Schramm, Laura Caliebe
  • BAWÜ 3: Tejas Jerabek, Isabel Hiltl, Yasar Bülbül
  • BAWÜ 4: Julian Layer, Sebastian Zorn, Milan Mikic

Espoirs:

  • BAWÜ 1: André Skiba, Manon Dallery, Kai Steinhard
  • BAWÜ 2: Sabrina Royer, Jonathan Detant, Florian Fries

Nach zwei Runden und anschließender Mittagspause war für manche unserer 15 Teams mit zwei Niederlagen der Einzug ins Viertelfinale schon unerreichbar, während andere mit zwei Siegen oder einem 1:1 noch auf das Weiterkommen hoffen durften. Doch dazu musste nochmal alle Anstrengung in die letzten beiden Spiele gesteckt werden.

Der Tabellenstand für unsere Teams stellte sich am Samstagabend nach der Vorrunde folgendermaßen dar:

Minimes:

5. BaWü3, damit weiter im A

6. BaWü2, damit weiter im A

11. BaWü1, damit weiter im B

Cadets:

2. BaWü2, damit weiter im A

8. BaWü1, damit weiter im A

9. BaWü5, damit weiter im B

11. BaWü6, damit weiter im B

16. BaWü3, damit weiter im B

18. BaWü4, damit weiter im B

Juniors:

3. BaWü1, damit weiter im A

12. BaWü2, damit weiter im B

19. BaWü3, damit weiter im B

20. BaWü4, damit weiter im B

Espoirs:

8. BaWü1, damit weiter im A

13. BaWü2, damit weiter im B

Mit den Ergebnissen bei den Minimes und Cadets konnten wir ganz zufrieden sein, aber das Abschneiden der Juniors und Espoirs war schon etwas ernüchternd. Hier hatten wir eigentlich bessere Platzierungen erwartet. Aber noch waren wir in jeder Alterskategorie zumindest mit einem Team im A-Turnier dabei und hatten die Chance auf einen Podestplatz.

Nach diesem ersten DM-Tag beschlossen die Betreuer, mit der ganzen großen Gruppe nach-Essen-Bredeney in unser Landheim Baldenay zu fahren, um dort gemeinsam den Abend zu verbringen. Eine kleine Abordnung fuhr zum Supermarkt und holte Getränke. Dazu bestellten wir in einer Pizzeria vor Ort 35 Pizzen und fünf Salate, deren Lieferung uns nach einer Stunde zugesagt war. Und tatsächlich, der Pizzabote fand pünktlich den Weg in unseren dunklen Wald und mit großem Hallo fielen die Jugendlichen über die unterschiedlichen Pizzavarianten her. Schon kurze Zeit später war klar, dass nicht alle satt werden würden, und so wurden schnell telefonisch noch einmal 12 Pizzen geordert. Auch die ließen nicht lange auf sich warten und die letzten hungrigen Mäuler konnten gestopft werden.

Während die Jugendlichen sich auf dem parkähnlichen Gelände noch etwas austobten, saßen die Betreuer und Coaches gemütlich beieinander und ließen den Tag fachsimpelnd Revue passieren.

Gegen 22.30 Uhr fuhr die Gruppe aus der Jugendherberge ins 15 Minuten entfernt liegende Velbert, damit alle jugendlichen Teilnehmer für den bevorstehenden Entscheidungstag ihre nötige Nachtruhe bekommen konnten.

B-Turnier

Am Sonntagmorgen um 9 Uhr standen zuerst die B-Achtelfinale bei den Cadets und Juniors auf dem Programm, eine Stunde vor Beginn der DM-Viertelfinales.

Von den vier BaWü-Teams im Cadets-Achtelfinale konnten sich lediglich BaWü4 und BaWü5 durchsetzen, während für BaWü3 und BaWü6 in dieser Runde Schluss war. Doch im anschließenden Viertelfinale mussten sich auch die beiden verbliebenen Teams ihren Gegnern geschlagen und mit einem 5. Platz im B-Turnier zufrieden geben.

Bei den Juniors trafen im Achtel BaWü2 und BaWü3 aufeinander, wobei BaWü2 als klarer Sieger hervorging. Auch BaWü4 verlor seine Partie gegen NRW3 deutlich, was bedeutete, dass mit BaWü2 nur noch ein Team im Viertelfinale B stand. Aber ebenso wie bei den Cadets, war auch für dieses Team Schluss im Viertelfinale, BaWü2 musste sich nach einem unglücklichen Kampf mit einem knappen 11:13 dem Team von NRW3 geschlagen geben.

Und auch bei den Espoirs war für unser einziges Team im B-Viertelfinale Schluss, BaWü2 musste sich knapp mit 9:11 dem Gegner, RhPf2, geschlagen geben.

Das einzige Minimes-Team im B stand im Halbfinale, aber BaWü1 musste den Kleinsten aus der Pfalz mit 6:9 den Vortritt lassen.

A-Turnier

Währenddessen liefen auch parallell schon die Viertelfinales im A, bei denen sich jeder noch Hoffnung auf den Titel oder zumindest einen Podestplatz machen konnte.

Aber auch hier endeten die Titel-Träume für unser Espoir-Team BaWü1, denn mit 8:13 zog man gegen RhPf1 den Kürzeren.

Ebenfalls im Viertelfinale war für unsere Juniors Schluss mit den Titelträumen, denn Saar2 war an diesem Sonntagmorgen eindeutig wacher und zu stark für Bawü1, das mit einer 3:13-Schlappe und gesenkten Köpfen vom Platz ging.

Auch im Cadets-Viertelfinale musste sich das Team BaWü1 dem saarländischen Pendant Saar1 mit 7:13 geschlagen, während BaWü2 mit Mercedes Lehner, Levi Pfeffinger und Louis Strifler in einer schnellen einseitigen Partie Nord1 mit 13:0 vom Platz fegte.

Genauso konzentriert gingen die Minimes von BaWü3, Liliana Deckert, Hannes Gießler und Jasper Waidner in das erste Sonntagsspiel und im längsten Minimes-Viertelfinale wurde Team NRW3 mit 13:9 nieder gerungen. Wesentlich schneller verlor unser zweites BaWü-Team gegen die stark spielende Triplette RhPf1, die sich am Ende auch den DM-Titel holte, mit 5:13.

Auch wenn es im anschließenden Halbfinale für Liliana, Hannes und Jasper von BaWü3 und ihrem Coach Klaus Dages gegen die drei Kleinen von NRW1 nicht zur Finalteilnahme reichte, zeigten sie doch beim 6:13 eine gute Leistung und durften sich am Ende zu Recht über die Bronzemedaille freuen.

Unser Cadets-Team BaWü2 spielte auch im Halbfinale fast nach Belieben mit seinem Gegner und konnte sich deutlich mit 13:5 den Finaleinzug sichern, während RhPf1 das favorisierte Team von Saar1 mit 13:7 schlagen konnte.

Im anschließenden finalen Aufeinandertreffen zeigten Mercedes, Levi und Louis kaum Schwächen und beherrschten das Spiel nach Belieben. In überzeugender Manier krönten sie ihre starke Leistung mit einem 13:0-Finalsieg und dem DM-Titel 2017. Wir gratulieren noch einmal zu dieser großartigen Leistung, natürlich auch dem Coach Klaus Endress, der das Team zu diesem Erfolg führte.

Im begleitenden Tireur-Wettbewerb kam leider schon in der Vorrunde das Aus für unseren BaWü-Vertreter Aaron Bales, der mit 21 Punkten nur um einen Punkt das Stechen um den Einzug ins Halbfinale verpasste.

Wesentlich besser schlug sich Leon Gotha im Lege-Wettbewerb, mit 34 Punkten konnte er als Zweitplatzierter ins Halbfinale einziehen, das er im direkten Duell gegen Valentin König, den Pfalz-Vertreter, mit 26:21 für sich entschied. Das anschließende Finale wurde dann zu einer Demonstration, denn mit 50 Punkten ließ er seinem Gegner aus Niedersachsen, Daniel Rathe, mit 23 Punkten keine Chance, und so konnte sich Leon in überzeugender Manier den DM-Titel 2017 sichern.

Auch ihm gratulieren wir ganz herzlich zum Titel und wünschen ihm bei der Jugend-WM in China Anfang November viel Erfolg!

Bei allen jugendlichen Teilnehmern, Betreuern, Coaches, Trainern und Fahrern möchte ich mich noch für ihr Engagement bedanken, denn ohne gegenseitige Unterstützung wären solche Veranstaltungen kaum machbar.

Dank aber auch der Pétanque-Union Ratingen-Lintorf und ihren Mitgliedern, die erneut eine hervorragende Arbeit geleistet haben und dafür sorgten, dass die DM in schöner Erinnerung bleiben wird.

BBPV-Jugendreferent W. Hess

Kategorie: Jugend